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Ein Monument musikalischer Meisterschaft: Rienzi in Bayreuth bei Stutzmann

  • Foto del escritor: Eloi De Tera
    Eloi De Tera
  • hace 2 días
  • 13 min de lectura

Rienzi, Richard Wagner

Sonntag, 26. Juli 2026

Bayreuther Festspiele


Besetzung:

Musikalische Leitung: Nathalie Stutzmann

Regie: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka

Bühne: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka

Kostüme: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka

Licht: Bernd Gallasch

Video: Leonard Koch

Dramaturgie: Markus Kiesel

Chorleitung: Thomas Eitler-de Lint


Stimmen: Andreas Schager, Gabriela Scherer, Andreas Bauer Kanabas, Jennifer Holloway, Michael Nagy, Vitalij Kowaljow, Matthias Stier, Michael Kupfer-Radecky, Victoria Randem



Mit der Eröffnung des diesjährigen Bayreuther Festspiels begann nicht nur eine neue Festspielsaison, sondern zugleich eines der ungewöhnlichsten Kapitel in der fast 150-jährigen Geschichte des Festivals. Ausgerechnet Rienzi stand am Beginn – jenes Werk, das Richard Wagner selbst später als Jugendsünde betrachtete und aus seinem offiziellen Werkkanon am liebsten getilgt hätte. 


Diese Ablehnung überrascht weniger, als sie zunächst erscheinen mag. Kaum ein Künstler hat sein eigenes Schaffen so kompromisslos hinterfragt wie Wagner. Wie viele schöpferische Genies wollte auch er möglichst keine Spuren jenes langen Weges hinterlassen, der ihn zu seiner eigentlichen künstlerischen Sprache führte. Sein Ziel war nicht die Oper im herkömmlichen Sinne, sondern das Gesamtkunstwerk – jene vollkommene Einheit aus Musik, Dichtung, Bühne und Architektur, die schließlich im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel ihre räumliche Gestalt finden sollte.

Rienzi gehört noch nicht in diese Welt. Wer die Partitur aufmerksam hört, begegnet einem Komponisten, der noch sucht. Rossini klingt nach, Meyerbeer ebenso, gelegentlich sogar frühe italienische Einflüsse. Wagner besitzt hier noch nicht jene unverwechselbare musikalische Handschrift, die später den Ring, Tristan und Isolde oder Parsifal prägen sollte. Gerade darin aber liegt heute der besondere Reiz dieses Werkes: Es erlaubt einen seltenen Blick in den schöpferischen Prozess eines Genies, das seine endgültige Sprache erst allmählich entdeckt.


Besonders im dritten Akt öffnet sich bereits das Tor zum späteren Wagner. Plötzlich treten jene harmonische Kühnheit, jene dramatische Dichte und jener weit gespannte musikalische Atem hervor, die wenige Jahre später zu seinem Markenzeichen werden sollten. Vor allem die großen Chorszenen lassen bereits den Komponisten erkennen, der die Musikgeschichte nachhaltig verändern würde.


Gerade deshalb erwies sich die Aufführung in Bayreuth als weit mehr als eine historische Kuriosität. Sie machte Rienzi zu einem eigenständigen musikalischen Erlebnis.


Den entscheidenden Anteil daran hatte Nathalie Stutzmann. Bereits in den ersten Takten der Ouvertüre wurde deutlich, mit welcher Klarheit und Konsequenz sie den Klang des Festspielorchesters formte. Ihre Interpretation war von bemerkenswerter Präzision, transparenter Linienführung und zugleich von jener dramatischen Spannung getragen, die dieses Werk trotz seiner stilistischen Uneinheitlichkeit zusammenhält.

Es gehört mittlerweile zu den auffälligen Konstanten ihrer Arbeit in Bayreuth, dass sie dem Orchester eine Geschlossenheit und klangliche Leuchtkraft entlockt, die selbst im internationalen Spitzenbereich außergewöhnlich erscheint. Wo andere Dirigenten gelegentlich im monumentalen Klangbild verharren, arbeitet Stutzmann feinste Strukturen heraus, ohne jemals die große dramatische Linie aus den Augen zu verlieren.

Auch vokal stellt Rienzi außerordentliche Anforderungen. Bereits hier erreicht Wagner orchestrale Dimensionen, die den späteren Musikdramen den Weg bereiten. Für die Sänger bedeutet dies einen nahezu permanenten Kampf gegen die gewaltigen Klangmassen aus Orchester und Chor. Trotz der einzigartigen Akustik des Bayreuther Festspielhauses gerieten manche Stimmen an die Grenzen ihrer Durchsetzungskraft.


Im Mittelpunkt stand Andreas Schager in der Titelrolle. Seine Bühnenpräsenz bleibt nahezu konkurrenzlos. Kaum ein heutiger Heldentenor verfügt über eine vergleichbare Mischung aus vokaler Kraft, physischer Energie und dramatischer Intensität. Seine Stimme besitzt eine fast elementare Wucht, die den gesamten Raum mühelos erfüllt.

Gleichzeitig verlangt Rienzi noch eine lyrische Flexibilität, die stärker an den frühen Tannhäuser erinnert als an die späteren heroischen Wagner-Partien. Gerade in der großen Arie Allmächt’ger Gott zeigt sich diese Doppelanforderung besonders deutlich. Schager begann diese Szene mit überraschender Innigkeit und sorgfältig kontrollierter Phrasierung. Erst gegen Ende machten sich Ermüdungserscheinungen bemerkbar; die Schluss-Höhen verloren etwas von ihrer Sicherheit. Dennoch bleibt seine Darstellung vor allem wegen ihrer unbändigen Ausdruckskraft und ihrer dramatischen Glaubwürdigkeit lange im Gedächtnis.


Jennifer Holloway überzeugte mit großer stimmlicher Autorität und eindrucksvoller dramatischer Präsenz. Besonders im dritten Akt gewann ihre Interpretation zunehmend an Intensität und wurde vom Publikum entsprechend gefeiert. Auch Gabriela Scherer gestaltete ihre Partie mit bemerkenswerter Klarheit und emotionaler Tiefe. Hervorzuheben sind darüber hinaus Michael Kupfer-Radecky und Vitalij Kowaljow, deren Auftritte zu den vokalen Höhepunkten des Abends gehörten.


Der Chor der Bayreuther Festspiele bewältigte eine seiner anspruchsvollsten Aufgaben mit bewundernswerter Souveränität. Rienzi gehört zu den chorreichsten Werken Wagners überhaupt, doch selbst in den gewaltigen Massenszenen blieben Präzision, Homogenität und Textverständlichkeit bemerkenswert erhalten.


Die Inszenierung erwies sich als überraschend zurückhaltend. Sie verzichtete weitgehend auf jene kalkulierte Provokation, die in den vergangenen Jahrzehnten häufig zum Selbstzweck geworden ist. Bühnenbild und Raumgestaltung entwickelten eine eindrucksvolle Bildkraft, ohne den musikalischen Fluss zu überlagern.

Problematischer erschien hingegen der exzessive Einsatz von Videoprojektionen. Kaum eine aktuelle Operninszenierung scheint heute noch ohne Kameras und zahllose Bildschirme auszukommen. Was einst als innovatives Stilmittel begann, hat sich längst zu einem ästhetischen Reflex entwickelt.


Gerade das wirkt paradox. Das Theater sollte der permanente Gegenentwurf zur Bilderflut des Alltags sein – ein Ort konzentrierter Wahrnehmung und geistiger Verdichtung. Stattdessen reproduziert es immer häufiger jene audiovisuelle Überreizung, der das Publikum bereits außerhalb des Opernhauses ununterbrochen ausgesetzt ist.


Diese permanente Vervielfachung des Bühnengeschehens erschöpft den Blick, anstatt ihn zu schärfen. Irgendwann entsteht beinahe der Wunsch, die Augen zu schließen und sich ausschließlich der Musik anzuvertrauen. Denn während Wagners Partitur zur Konzentration zwingt, erzeugt die unablässige Bilderproduktion eine Form visuellen Lärms, die dem eigentlichen Theatererlebnis eher entgegensteht.


Vielleicht wäre gerade hier wieder etwas mehr Mut zur Einfachheit angebracht. Nicht jede Gegenwartsdiagnose muss über Kameras, Live-Projektionen oder politische Demonstrationsästhetik vermittelt werden. Wirklich originell wird das Musiktheater erst dann, wenn es nicht modischen Konventionen folgt, sondern seine eigenen Ausdrucksformen findet. Wir haben dies bereits in vielen Inszenierungen in Deutschland beobachten können, etwa in Mussorgskys Chowanschtschina, die in diesem Jahr an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin auf dem Spielplan stand.


Ungeachtet dieser Einwände bleibt der Gesamteindruck eindeutig. Bayreuth hat mit Rienzi eine musikalisch außergewöhnliche und künstlerisch hochrangige Festspieleröffnung erlebt. Gerade weil dieses Werk den noch suchenden Wagner zeigt, eröffnet es einen seltenen Blick auf den Beginn eines Weges, an dessen Ende eines der bedeutendsten musikalischen Universen der europäischen Kulturgeschichte stehen sollte.


Dr. Eloi de Tera

Direktor des Lohengrin Magazines


Photos: Enrico Nawrath, Bayreuther Festspiele, 2026




A monument to musical mastery: Stutzmann’s Rienzi in Bayreuth


Richard Wagner – Rienzi

Sunday, 26 July 2026

Bayreuth Festival


Cast

Conductor: Nathalie Stutzmann

Production: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka

Set Design: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka

Costume Design: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka

Lighting: Bernd Gallasch

Video: Leonard Koch

Dramaturgy: Markus Kiesel

Chorus Master: Thomas Eitler-de Lint


Cast: Andreas Schager, Gabriela Scherer, Andreas Bauer Kanabas, Jennifer Holloway, Michael Nagy, Vitalij Kowaljow, Matthias Stier, Michael Kupfer-Radecky, Victoria Randem



With the opening of this year's Bayreuth Festival, not only did a new festival season begin, but also one of the most unusual chapters in the Festival's nearly 150-year history. It was Rienzi that inaugurated the season—the very work that Richard Wagner himself later regarded as a youthful indiscretion and would gladly have erased from his official catalogue.


This rejection is perhaps less surprising than it may initially seem. Few artists questioned their own creative output as uncompromisingly as Wagner did. Like many great creative minds, he wished to leave behind as few traces as possible of the long artistic journey that eventually led him to his true musical language. His ultimate goal was no longer opera in its traditional sense, but the Gesamtkunstwerk—the total work of art in which music, poetry, staging and architecture merge into a single entity, ultimately embodied by the Festspielhaus on the Green Hill.


Rienzi does not yet belong to that world. Anyone who listens carefully to the score encounters a composer still searching for his own voice. Rossini is clearly present, Meyerbeer no less so, and one occasionally hears echoes of early Italian opera. Wagner had not yet developed the unmistakable musical language that would later define Der Ring des Nibelungen, Tristan und Isolde, and Parsifal. Yet this is precisely what makes the work so fascinating today: it offers a rare glimpse into the creative evolution of a genius gradually discovering his own artistic identity.


It is particularly in the third act that the gateway to the mature Wagner suddenly opens. Harmonically daring passages emerge, the dramatic architecture gains remarkable depth, and the broad musical breath that would soon become Wagner's hallmark begins to reveal itself. Above all, the monumental choral scenes already foreshadow the composer who would profoundly transform the history of music.


For that very reason, this Bayreuth performance proved to be far more than a historical curiosity. It established Rienzi as a compelling musical experience in its own right.

Much of the evening's success belonged to Nathalie Stutzmann. From the very first bars of the overture, it was evident with what clarity and conviction she shaped the sound of the Festival Orchestra. Her interpretation combined remarkable precision, transparent orchestral textures, and a sustained dramatic tension that held together a score whose stylistic language remains deliberately heterogeneous.


It has become one of the defining characteristics of her work in Bayreuth that she consistently draws from the Festival Orchestra a level of cohesion and tonal brilliance that is exceptional even by international standards. Where other conductors occasionally become absorbed in the monumental sonority of Wagner's orchestration, Stutzmann reveals the finest inner details without ever losing sight of the work's overarching dramatic trajectory.


Vocally, Rienzi presents formidable challenges. Already in this early work, Wagner writes on an orchestral scale that clearly anticipates the dimensions of his later music dramas. The singers are engaged in an almost constant struggle against the immense forces of orchestra and chorus. Even within the unique acoustics of the Bayreuth Festspielhaus, several voices occasionally approached the limits of their projection.


At the centre of the performance stood Andreas Schager in the title role. His stage presence remains virtually unmatched. Few heldentenors today combine such overwhelming vocal power, physical energy and dramatic intensity. His voice possesses an almost elemental force that effortlessly fills the entire theatre.


Yet Rienzi also demands a lyrical flexibility that recalls the early Tannhäuser more than Wagner's later heroic roles. This dual requirement becomes especially evident in the great prayer, "Allmächt'ger Gott." Schager approached the scene with unexpected intimacy and finely controlled phrasing. Only towards the conclusion did signs of vocal fatigue become perceptible, with the highest notes losing some security. Nevertheless, his portrayal remains memorable above all for its extraordinary expressive commitment and compelling dramatic truth.


Jennifer Holloway impressed with vocal authority and striking dramatic presence. Her interpretation gained increasing intensity throughout the evening, particularly during the third act, earning enthusiastic applause from the audience. Gabriela Scherer likewise shaped her role with remarkable clarity and emotional depth. Michael Kupfer-Radecky and Vitalij Kowaljow also deserve special mention, both delivering performances that ranked among the vocal highlights of the evening.


The Bayreuth Festival Chorus mastered one of Wagner's most demanding choral scores with admirable assurance. Rienzi is among the most chorus-heavy works Wagner ever composed, yet even in the largest massed scenes the ensemble maintained exceptional precision, homogeneity and textual clarity. Much of this achievement is due to the outstanding work of Chorus Master Thomas Eitler-de Lint, whose meticulous preparation once again confirmed the chorus as one of Bayreuth's greatest artistic strengths.


The staging itself proved surprisingly restrained. It largely avoided the calculated provocations that have so often become ends in themselves over recent decades. The scenic concept and visual design created powerful theatrical images without overwhelming the musical narrative.


More problematic, however, was the excessive use of video projections. Few contemporary opera productions now seem capable of functioning without cameras and countless screens. What once appeared innovative has gradually become an aesthetic reflex.


This is deeply paradoxical. Theatre should offer a permanent alternative to the overwhelming flood of images that dominates everyday life—a place of concentrated perception and intellectual reflection. Instead, it increasingly reproduces the same audiovisual overstimulation to which audiences are already subjected outside the opera house.


This constant multiplication of visual perspectives ultimately exhausts the eye rather than sharpening it. At times one almost wishes simply to close one's eyes and surrender entirely to the music. While Wagner's score invites deep concentration, the incessant production of images creates a kind of visual noise that often distracts from the theatrical experience rather than enhancing it.


Perhaps this is precisely where contemporary opera might once again benefit from greater confidence in simplicity. Not every contemporary message needs to be conveyed through live cameras, video projections or overt political imagery. Music theatre is at its most original when it abandons fashionable conventions and rediscovers its own expressive language. We have already witnessed this tendency in numerous German productions, including Mussorgsky's Khovanshchina, which appeared this season at the Staatsoper Unter den Linden in Berlin.


Despite these reservations, the overall impression remains unequivocally positive. With Rienzi, Bayreuth has opened its 2026 Festival with a performance of remarkable musical quality and high artistic ambition. Precisely because this work reveals Wagner still in search of his own artistic voice, it offers a rare opportunity to witness the beginning of a creative journey that would ultimately lead to one of the greatest musical universes in European cultural history.


Dr. Eloi de Tera

Director, Lohengrin Magazine



Un monumento de la perfección musical: el Rienzi de Stutzmann en Bayreuth


Richard Wagner – Rienzi

Domingo, 26 de julio de 2026

Festival de Bayreuth


Reparto

Dirección musical: Nathalie Stutzmann

Dirección de escena: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka

Escenografía: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka

Vestuario: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka

Iluminación: Bernd Gallasch

Vídeo: Leonard Koch

Dramaturgia: Markus Kiesel

Dirección del coro: Thomas Eitler-de Lint

Voces: Andreas Schager, Gabriela Scherer, Andreas Bauer Kanabas, Jennifer Holloway, Michael Nagy, Vitalij Kowaljow, Matthias Stier, Michael Kupfer-Radecky, Victoria Randem


Con la inauguración del Festival de Bayreuth de este año no solo comenzó una nueva edición del certamen, sino también uno de los capítulos más singulares de la casi centenaria y medio historia del festival. Fue precisamente Rienzi la obra elegida para abrir la temporada: aquella ópera que el propio Richard Wagner consideró más tarde un pecado de juventud y que habría preferido borrar de su catálogo oficial.


Este rechazo resulta, quizá, menos sorprendente de lo que pudiera parecer a primera vista. Pocos artistas sometieron su propia creación a un examen tan implacable como Wagner. Como tantos grandes genios, quiso dejar el menor rastro posible del largo camino que lo condujo hasta encontrar su auténtico lenguaje artístico. Su aspiración ya no era la ópera en el sentido tradicional, sino el Gesamtkunstwerk, la obra de arte total en la que música, poesía, escena y arquitectura se funden en una única realidad, materializada finalmente en el Festspielhaus de la Colina Verde.


Rienzi todavía no pertenece a ese universo. Quien escuche atentamente la partitura descubrirá a un compositor que aún busca su propia voz. En ella resuenan Rossini, Meyerbeer e incluso, en ocasiones, ecos de la primera tradición operística italiana. Wagner todavía no posee la escritura inconfundible que más tarde definirá El anillo del nibelungo, Tristán e Isolda o Parsifal. Precisamente ahí reside hoy el mayor atractivo de esta obra: permite contemplar el proceso creativo de un genio que todavía está descubriendo su propio lenguaje.


Es especialmente en el tercer acto donde comienza a abrirse la puerta hacia el Wagner maduro. Aparecen de repente la audacia armónica, la densidad dramática y ese amplio aliento musical que pocos años después se convertirían en su sello inconfundible. Sobre todo, las grandes escenas corales anuncian ya al compositor que transformaría para siempre la historia de la música.


Por ello, la representación de Bayreuth fue mucho más que una simple curiosidad histórica. Consiguió convertir Rienzi en una experiencia musical plenamente autónoma.

Gran parte de ese mérito corresponde a Nathalie Stutzmann. Desde los primeros compases de la obertura quedó patente la claridad y la convicción con las que modeló el sonido de la Orquesta del Festival. Su interpretación estuvo marcada por una precisión extraordinaria, una gran transparencia en las líneas orquestales y una tensión dramática constante que consiguió dar unidad a una partitura estilísticamente heterogénea.

Se ha convertido ya en una de las constantes más admirables de su trabajo en Bayreuth la capacidad de extraer de la orquesta una cohesión y un brillo sonoro excepcionales incluso dentro del panorama internacional. Allí donde otros directores quedan absorbidos por la monumentalidad del sonido wagneriano, Stutzmann revela con naturalidad los detalles más sutiles sin perder nunca de vista el gran arco dramático de la obra.


Desde el punto de vista vocal, Rienzi plantea enormes exigencias. Ya en esta partitura Wagner escribe con unas dimensiones orquestales que anticipan claramente sus futuros dramas musicales. Para los cantantes ello supone una lucha casi permanente contra la inmensa masa sonora de la orquesta y del coro. Incluso con la extraordinaria acústica del Festspielhaus, algunas voces alcanzaron ocasionalmente el límite de su capacidad de proyección.


En el centro de la representación se situó Andreas Schager en el papel protagonista. Su presencia escénica continúa siendo prácticamente incomparable. Pocos heldentenores actuales reúnen semejante combinación de potencia vocal, energía física e intensidad dramática. Su voz posee una fuerza casi elemental que llena el teatro con absoluta naturalidad.


Sin embargo, Rienzi exige también una flexibilidad lírica que recuerda más al primer Tannhäuser que a los grandes héroes del Wagner maduro. Esta doble exigencia se manifiesta de forma especialmente evidente en la gran plegaria «Allmächt'ger Gott». Schager inició la escena con una sorprendente intimidad y un fraseo cuidadosamente controlado. Solo hacia el final aparecieron algunos signos de fatiga, perdiendo los agudos finales parte de su seguridad. Aun así, su interpretación permanece en la memoria por la extraordinaria intensidad expresiva y la enorme credibilidad dramática que transmitió.


Jennifer Holloway convenció por la autoridad de su canto y por una presencia escénica de gran fuerza dramática. Su interpretación ganó intensidad a medida que avanzaba la función, especialmente en el tercer acto, siendo justamente premiada con el entusiasmo del público. Gabriela Scherer construyó igualmente su personaje con notable claridad y profundidad emocional. También merecen una mención especial Michael Kupfer-Radecky y Vitalij Kowaljow, cuyas intervenciones figuraron entre los momentos vocales más destacados de la velada.


El Coro del Festival de Bayreuth afrontó una de las partituras corales más exigentes de Wagner con una solvencia admirable. Rienzi es una de las obras más corales del compositor y, sin embargo, incluso en las inmensas escenas de masas, el conjunto mantuvo una precisión, una homogeneidad y una claridad del texto verdaderamente notables. Buena parte de este logro se debe al excelente trabajo de su director, Thomas Eitler-de Lint, cuya preparación volvió a confirmar al coro como uno de los grandes pilares artísticos del Festival.


La producción escénica resultó sorprendentemente contenida. Renunció en gran medida a esa provocación calculada que durante las últimas décadas tantas veces ha acabado convirtiéndose en un fin en sí misma. La escenografía y el tratamiento del espacio construyeron imágenes de gran fuerza visual sin imponerse nunca al discurso musical.


Más discutible fue, sin embargo, el uso excesivo de las proyecciones de vídeo. Hoy parece que pocas producciones operísticas pueden concebirse sin cámaras y pantallas por todas partes. Lo que en otro tiempo fue un recurso innovador se ha convertido ya en un reflejo estético.


Y precisamente ahí reside la paradoja. El teatro debería ser el gran contrapunto frente al incesante bombardeo de imágenes de nuestra vida cotidiana: un espacio para la concentración, la contemplación y la reflexión. En cambio, cada vez reproduce con mayor frecuencia la misma sobreestimulación audiovisual a la que el espectador ya está sometido fuera del teatro.


Esta multiplicación constante de imágenes acaba fatigando la mirada en lugar de afinarla. Llega un momento en el que uno casi siente el deseo de cerrar los ojos y abandonarse únicamente a la música. Mientras la partitura de Wagner exige concentración absoluta, la producción incesante de imágenes genera un ruido visual que, en muchos momentos, termina por obstaculizar la verdadera experiencia teatral.

Quizá precisamente aquí sería deseable recuperar un mayor valor para la sencillez. No toda reflexión sobre el presente necesita expresarse mediante cámaras, proyecciones en directo o una estética de permanente manifestación política. El teatro musical solo alcanza verdadera originalidad cuando deja de seguir modas pasajeras y encuentra sus propios medios de expresión. Ya lo hemos podido comprobar en numerosas producciones alemanas, como en la Jovánschina (Khovanshchina) de Músorgski presentada esta temporada en la Staatsoper Unter den Linden de Berlín.


Pese a estas reservas, la impresión general resulta inequívocamente positiva. Bayreuth ha inaugurado su Festival de 2026 con un Rienzi de extraordinaria calidad musical y de altísimo nivel artístico. Precisamente porque esta obra nos muestra a un Wagner todavía en busca de su propia voz, ofrece la rara oportunidad de contemplar el comienzo de un camino que acabaría dando lugar a uno de los universos musicales más importantes de toda la historia de la cultura europea.


Dr. Eloi de Tera

Director de Lohengrin Magazine

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