Parsifal in Bayreuth: himmlische Musik unter unmenschlichen Bedingungen
- Dr. Eloi de Tera
- 1 ago
- 15 min de lectura
Parsifal, Richard Wagner
Bayreuther Festspiele
Freitag, 31. Juli 2026
Musikalische Leitung: Pablo Heras-Casado
Regie: Jay Scheib
Amfortas: Michael Volle
Titurel: Vitalij Kowaljow
Gurnemanz: Georg Zeppenfeld
Parsifal: Andreas Schager
Klingsor: Jordan Shanahan
Kundry: Miina-Liisa Värelä
1. Gralsritter: Daniel Jenz
2. Gralsritter: Tijl Faveyts
1. Knappe: Lavinia Dames
2. Knappe: Natalia Skrycka
3. Knappe: Manuel Günther
4. Knappe: Martin Koch
Klingsors Zaubermädchen: Evelin Novak, Catalina Bertucci, Natalia Skrycka, Victoria Randem, Lavinia Dames, Marie Henriette Reinhold
Es gehört inzwischen beinahe zur Tradition, dass ausgerechnet die Tage, an denen in Bayreuth Parsifal gespielt wird, zu den heißesten der Festspiele gehören. Gestern waren es 38 Grad: eine erdrückende, feuchte Hitze, ohne den geringsten Luftzug, der sie auch nur einigermaßen erträglich gemacht hätte. Im Inneren des Festspielhauses waren die Bedingungen noch schlimmer.
An manchen Stellen des Theaters scheint darüber hinaus geradezu eine Obsession zu bestehen, Türen nicht nur geschlossen, sondern abgeschlossen zu halten und sie zusätzlich mit schweren, fast an den Bühnenvorhang erinnernden Vorhängen zu verhängen. Das Ergebnis ist die völlige Abwesenheit jeglicher Luftzirkulation. Kein Luftzug, keine Kühlung, nichts, was den Menschen helfen könnte, diese Hitze zu ertragen.
Und all dies geschieht ausgerechnet in Deutschland: in einem Land, das Regeln liebt, in dem alles verboten oder reglementiert zu sein scheint und in dem bei Unfall- und Krankheitsprävention eine bisweilen geradezu obsessive Vorsicht herrscht. Ein Land, in dem bei einem kleinen Zusammenstoß zweier Autos gefühlt dreißig Krankenwagen und ein Hubschrauber erscheinen. Und genau in diesem Land wird, weil vor anderthalb Jahrhunderten ein Mann ein Theater aus Holz errichtete und es zum Tempel seiner eigenen Musik erklärte, zugelassen, dass Menschen bei extremer Hitze in einem Theater eingeschlossen sitzen, ohne Klimaanlage, ohne ausreichende Luftzirkulation und ohne irgendeinen wirksamen Schutz vor Temperaturen dieser Art.
Seit Jahren hält sich die Legende, im Bayreuther Festspielhaus könne keine Klimaanlage installiert werden, weil dadurch die Akustik verändert würde. Ich glaube das nicht.
Deutschland verfügt über Millionen hochqualifizierter Ingenieure, die imstande sind, die technisch erstaunlichsten Dinge zu konstruieren, aber ausgerechnet eine Klimaanlage für ein Opernhaus soll unmöglich sein? Während Opernhäuser in aller Welt klimatisiert werden, ohne dass deshalb ihre Akustik zusammenbricht?
Angesichts des Klimawandels ist die sofortige Installation einer Klimaanlage im Bayreuther Festspielhaus keine Frage des Komforts mehr, sondern eine Notwendigkeit.
Die Bedingungen während des gestrigen Parsifal waren schlicht nicht mehr zumutbar. Und sie betreffen nicht nur das Publikum, sondern ebenso die Musiker im Graben und die Sänger auf der Bühne.
Es gibt darüber auch keine ernsthafte Debatte mehr, ob eine Klimatisierung möglicherweise die Akustik beeinflussen könnte. Hier geht es um die Gesundheit von Menschen. Es ist kaum begreiflich, dass in einem Land wie Deutschland, in dem am Eröffnungstag die höchsten politischen und gesellschaftlichen Repräsentanten im Festspielhaus erscheinen, noch niemand die Konsequenz gezogen und Aufführungen unter solchen Bedingungen untersagt hat. Ein Theater, das bei solchen Temperaturen keine angemessene Klimatisierung gewährleisten kann, dürfte eigentlich keine Vorstellung durchführen.
Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert. Und niemand, der ein Theater besucht, weil er Musik hören möchte, sollte gezwungen sein, dies unter Bedingungen zu tun, die man nur als menschenunwürdig bezeichnen kann.
Doch nun zu Parsifal.
Parsifal ist Wagners großes christliches Monument, traditionell eng mit dem Karfreitag verbunden, zugleich sein Vermächtnis, seine letzte Oper und vielleicht sein tiefstes musikalisches Testament. Es ist eines seiner innovativsten Werke und ohne die musikalische Revolution von Tristan und Isolde nicht zu verstehen. Parsifal ist ein würdiger Erbe des Tristan; gemeinsam bilden diese beiden Werke vielleicht die dichtesten, komplexesten und für ein allgemeines Publikum anspruchsvollsten Schöpfungen Wagners.
Gestern war dieses Werk erneut in Bayreuth in jener Inszenierung zu erleben, die das Publikum in den vergangenen Jahren kennengelernt hat und die im Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen der Festspiele zum letzten Mal gezeigt wird.
Es ist ein farbenreicher Parsifal, der jedoch gerade im ersten Akt vielen Zuschauern unangenehm werden kann, wenn die Wunde in monumentaler Vergrößerung projiziert wird und man plötzlich das Gefühl bekommt, weniger im Festspielhaus als in einem Operationssaal zu sitzen. Diese Bilder haben in den vergangenen Jahren mehr als einmal Ohnmachtsanfälle und gesundheitliche Probleme bei Zuschauern ausgelöst.
Die Produktion ist zweifellos interessant. Mit Wagners Text allerdings hat sie nur wenig zu tun. Das Interessanteste, was man deshalb bisweilen tun kann, ist, die Augen zu schließen und sich von der außerordentlichen Musik des Parsifal durchdringen zu lassen – um schließlich, gleichsam von der himmlischen Musik der Ritter des Heiligen Grals gesegnet, das Festspielhaus wieder zu verlassen.
Pablo Heras-Casado leitete die Aufführung gestern mit Beharrlichkeit, Delikatesse und Energie und bewies ein sicheres Gespür für die Tempi. Er behandelte Wagners Partitur mit großer Sorgfalt, beinahe zärtlich. Dennoch erreichte seine Interpretation nicht die letzte Tiefe dieses Werkes. Denn dafür bedarf es eines extremen Verständnisses dessen, was der Text bedeutet und was Wagner uns in jedem einzelnen Augenblick tatsächlich sagt. Gerade bei Parsifal ist dies von entscheidender Bedeutung.
Es war kein Parsifal für die Geschichte. Aber es war ein sehr guter Parsifal.
Michael Volle, der noch am Vortag Wotan gesungen hatte, erschien mit erstaunlicher Energie und außerordentlicher vokaler Kraft. Was dieser Sänger innerhalb weniger Tage in Bayreuth leistet, entzieht sich beinahe normalen Maßstäben. Man muss ihn inzwischen in jene seltene Kategorie einordnen, für die es kaum eine angemessene Bezeichnung gibt: in die Kategorie der Götter des Gesangs. Michael Volle ist tatsächlich ein musikalisches Wunder.
An seiner Seite stand als Gurnemanz Georg Zeppenfeld, ein weiterer Gigant der Bühne und der Stimme. Er schenkte uns einen außergewöhnlichen Gurnemanz: mit seinem unverwechselbaren Timbre, seiner hervorragenden Diktion, der souveränen Kontrolle der Phrasierung und seinem außerordentlichen Atem. Bei Zeppenfeld wird jede Phrase nicht nur gesungen, sondern gedacht.
Auch Andreas Schager bestätigte als Parsifal den Eindruck, den er bei seinen bisherigen Auftritten in diesem Jahr hinterlassen hat. Er scheint über unerschöpfliche Reserven an Energie und vokaler Kraft zu verfügen und projiziert seine gewaltige Stimme mühelos durch den besonderen Raum des Festspielhauses. Bemerkenswert war jedoch gerade, dass sein Parsifal in vielen Augenblicken eine beinahe unerwartete Zartheit erreichte. Wenn man für einen Moment die Monumentalität dieses Instruments vergisst, entdeckt man bei Schager einen Sänger, der zu erstaunlich feinen und delikaten Nuancen fähig ist.
Der Klingsor von Jordan Shanahan war ausgezeichnet: geschmeidig, klangvoll und brillant. Miina-Liisa Värelä – beziehungsweise die gestern in der Partie debütierende Sängerin – gestaltete Kundry wunderbar und erreichte mehrfach Momente von großer emotionaler Intensität.
Titurel war mit Vitalij Kowaljow bemerkenswert besetzt. Besonders hervorzuheben ist außerdem Daniel Jenz, dessen Stimme einen geradezu überwältigenden Eindruck hinterließ. Auch Natalia Skrycka überzeugte nachdrücklich.
Von besonderer Qualität war schließlich im zweiten Akt das Ensemble der Klingsors Zaubermädchen mit Evelin Novak, Katharina Konradi, Natalia Skrycka, Victoria Randem, Lavinia Dames und Marie Henriette Reinhold. Gemeinsam gestalteten sie einen zweiten Akt von außerordentlich hohem vokalem Niveau und gehörten damit zu den großen Freuden des Abends.
Damit verabschieden wir uns von einem Parsifal, der von Anfang an kontrovers diskutiert wurde, der aber zugleich neue Wege in der Debatte über die zeitgenössische Wagner-Regie eröffnet hat. Es war eine Produktion, die ursprünglich wesentlich mit Virtual-Reality-Brillen arbeitete – einem zentralen Element ihres Konzepts, das in diesem Jahr unerklärlicherweise verschwunden ist.
So endet die Geschichte dieses Bayreuther Parsifal: einer umstrittenen Produktion, die Diskussionen ausgelöst und neue Fragen über die Möglichkeiten und Grenzen moderner Wagner-Inszenierungen gestellt hat.
Wir verabschiedeten uns gestern von ihr mit einer musikalisch brillanten Aufführung – einer Aufführung von hoher Qualität, großer Energie und vielen außergewöhnlichen vokalen Momenten, die jedoch jene letzte, abgründige Tiefe, die Parsifal zu einem der geheimnisvollsten Monumente der Musikgeschichte macht, nicht vollständig erreichte.
Dr. Eloi de Tera
Direktor des Lohengrin Magazines


Parsifal in Bayreuth: heavenly music under inhumane conditions
Parsifal, Richard Wagner
Bayreuth Festival
Friday, 31 July 2026
Cast
Conductor: Pablo Heras-Casado
Stage Director: Jay Scheib
Amfortas: Michael Volle
Titurel: Vitalij Kowaljow
Gurnemanz: Georg Zeppenfeld
Parsifal: Andreas Schager
Klingsor: Jordan Shanahan
Kundry: Miina-Liisa Värelä
First Grail Knight: Daniel Jenz
Second Grail Knight: Tijl Faveyts
First Squire: Lavinia Dames
Second Squire: Natalia Skrycka
Third Squire: Manuel Günther
Fourth Squire: Martin Koch
Klingsor's Flowermaidens: Evelin Novak, Catalina Bertucci, Natalia Skrycka, Victoria Randem, Lavinia Dames, Marie Henriette Reinhold
It has almost become a tradition that the days on which Parsifal is performed in Bayreuth are also the hottest days of the Festival. Yesterday the temperature reached 38 degrees Celsius: an oppressive, humid heat, without the slightest breeze to make it even remotely bearable. Inside the Festspielhaus, the conditions were even worse.
In some parts of the theatre, there even seems to be an obsession with keeping doors not merely closed, but locked, and additionally concealed behind heavy curtains resembling the stage drapes themselves. The result is a complete absence of air circulation. No breeze, no cooling, nothing that might help people endure the heat.
And all this happens, of all places, in Germany: a country that loves regulations, where everything seems either prohibited or strictly regulated, and where accident prevention and public safety often reach almost obsessive levels of caution. A country where the slightest traffic collision seems capable of summoning thirty ambulances and a rescue helicopter. Yet in this very country, simply because one man built a wooden theatre a century and a half ago and declared it the temple of his own music, people are still expected to sit imprisoned inside a theatre under extreme heat, without air conditioning, without adequate ventilation, and without any effective protection against temperatures of this kind.
For years, the legend has persisted that it is impossible to install air conditioning in the Bayreuth Festspielhaus because doing so would alter its acoustics.
I simply do not believe it.
Germany possesses millions of highly qualified engineers capable of designing some of the most astonishing technical achievements imaginable—yet installing an air-conditioning system in an opera house is supposed to be impossible? Meanwhile, opera houses throughout the world are successfully air-conditioned without their acoustics collapsing.
In the age of climate change, the immediate installation of air conditioning in the Bayreuth Festspielhaus is no longer a question of comfort but of necessity.
The conditions during yesterday's Parsifal were simply unacceptable. And they affect not only the audience, but equally the musicians in the pit and the singers on stage.
Nor is there any longer any serious debate to be had about whether climate control might somehow influence the acoustics. This is about people's health. It is difficult to understand how, in a country such as Germany—where the nation's highest political and cultural representatives attend the Festival's opening night—no one has yet taken the obvious step of prohibiting performances under such conditions. A theatre incapable of providing adequate climate control at these temperatures should not be permitted to give performances.
We no longer live in the nineteenth century. No one attending the theatre simply to hear music should be forced to do so under conditions that can only be described as inhumane
But now, to Parsifal.
Parsifal is Wagner's great Christian monument, traditionally associated with Good Friday, while also serving as his artistic testament, his final opera, and perhaps the deepest musical legacy he left behind. It is one of his most innovative works and cannot truly be understood without the musical revolution of Tristan und Isolde. Parsifal is the worthy heir to Tristan; together, these two works may well constitute Wagner's most concentrated, most complex, and, for the general public, most demanding creations.
Yesterday, the work returned once again to Bayreuth in the production audiences have known over recent years, presented for the final time during the Festival's 150th anniversary season.
It is a visually colourful Parsifal, although many spectators may find the first act deeply unsettling, particularly when Amfortas's wound is projected in gigantic close-up, giving one the impression of sitting less in an opera house than inside an operating theatre. These images have, over the years, reportedly caused fainting spells and other physical reactions among audience members.
The production is undoubtedly interesting. Yet it has relatively little to do with Wagner's text. Consequently, the most rewarding thing one can sometimes do is simply close one's eyes and surrender entirely to the extraordinary music of Parsifal—leaving the Festspielhaus afterwards almost as though blessed by the heavenly music of the Knights of the Holy Grail.
Pablo Heras-Casado conducted yesterday's performance with perseverance, delicacy, and vitality, displaying an assured sense of pacing throughout. He treated Wagner's score with great care, almost tenderly. Yet his interpretation never quite reached the ultimate spiritual depth of this work. Achieving that requires an extraordinarily profound understanding of what the text truly means and of what Wagner is actually saying in every single moment. In Parsifal, this understanding is absolutely essential.
This was not a Parsifal for the history books.
But it was a very fine Parsifal.
Michael Volle, who had sung Wotan only the previous evening, appeared with astonishing energy and extraordinary vocal power. What this singer has accomplished within just a few days in Bayreuth almost defies normal standards of measurement. He now belongs to that rare category for which there is scarcely an adequate name: the gods of singing. Michael Volle is, quite simply, a musical miracle.
Alongside him stood Georg Zeppenfeld as Gurnemanz, another giant of both stage and voice. He gave us an exceptional Gurnemanz, distinguished by his unmistakable timbre, superb diction, sovereign command of phrasing, and extraordinary breath control. With Zeppenfeld, every phrase is not merely sung—it is thought.
Andreas Schager likewise confirmed the impression he has left throughout this year's Festival. He seems to possess inexhaustible reserves of energy and vocal power, projecting his immense voice effortlessly throughout the unique acoustic space of the Festspielhaus. Yet what proved especially remarkable was the unexpected tenderness his Parsifal achieved in many moments. If one forgets, even briefly, the sheer monumentality of his instrument, one discovers in Schager a singer capable of astonishing refinement and remarkable delicacy of nuance.
Jordan Shanahan's Klingsor was excellent: supple, resonant, and brilliant. Miina-Liisa Värelä—or rather, the soprano making her role debut yesterday—created a wonderful Kundry, reaching several moments of profound emotional intensity.
Vitalij Kowaljow offered a distinguished Titurel. Special mention should also be made of Daniel Jenz, whose voice made an overwhelming impression, as well as Natalia Skrycka, who likewise gave a highly convincing performance.
Particularly noteworthy was the ensemble of Klingsor's Flowermaidens in the second act—Evelin Novak, Katharina Konradi, Natalia Skrycka, Victoria Randem, Lavinia Dames, and Marie Henriette Reinhold. Together they produced a second act of exceptionally high vocal quality, providing one of the evening's greatest pleasures.
Thus we bid farewell to a Parsifal that has been controversial from the very beginning, yet which has also opened new avenues in the debate surrounding contemporary Wagner staging. It was originally conceived around the extensive use of virtual reality headsets—a central element of its concept that has, for reasons never explained, disappeared this year.
Yesterday we took leave of this production with a musically brilliant performance—an evening of exceptional quality, immense energy, and many extraordinary vocal achievements, which nevertheless stopped just short of reaching the final abyssal depth that makes Parsifal one of the most enigmatic monuments in the history of music.
Dr. Eloi de Tera
Director of Lohengrin Magazine


Parsifal en Bayreuth: música celestial en condiciones inhumanas
Parsifal, Richard Wagner
Festival de Bayreuth
Viernes, 31 de julio de 2026
Reparto
Dirección musical: Pablo Heras-Casado
Dirección de escena: Jay Scheib
Amfortas: Michael Volle
Titurel: Vitalij Kowaljow
Gurnemanz: Georg Zeppenfeld
Parsifal: Andreas Schager
Klingsor: Jordan Shanahan
Kundry: Miina-Liisa Värelä
Primer Caballero del Grial: Daniel Jenz
Segundo Caballero del Grial: Tijl Faveyts
Primer Escudero: Lavinia Dames
Segundo Escudero: Natalia Skrycka
Tercer Escudero: Manuel Günther
Cuarto Escudero: Martin Koch
Doncellas Flor de Klingsor: Evelin Novak, Catalina Bertucci, Natalia Skrycka, Victoria Randem, Lavinia Dames y Marie Henriette Reinhold
Se ha convertido ya casi en una tradición que precisamente los días en que se representa Parsifal en Bayreuth sean también los más calurosos del Festival. Ayer el termómetro alcanzó los 38 grados centígrados: un calor húmedo y sofocante, sin el menor soplo de aire que lo hiciera siquiera medianamente soportable. En el interior del Festspielhaus las condiciones eran aún peores.
En algunas zonas del teatro parece existir incluso una verdadera obsesión por mantener las puertas no solo cerradas, sino también con llave, además de cubiertas por pesadas cortinas que recuerdan al propio telón del escenario. El resultado es la absoluta ausencia de circulación de aire. Ni una brisa, ni refrigeración, nada que pudiera ayudar a soportar semejante calor.
Y todo ello sucede precisamente en Alemania: un país amante de las normas, donde todo parece estar prohibido o reglamentado, y donde la prevención de accidentes y la seguridad pública alcanzan a veces niveles casi obsesivos. Un país en el que un leve choque entre dos automóviles parece capaz de movilizar treinta ambulancias y un helicóptero de rescate. Sin embargo, en este mismo país, simplemente porque hace siglo y medio un hombre construyó un teatro de madera y lo convirtió en el templo de su propia música, se sigue permitiendo que el público permanezca encerrado en un teatro bajo temperaturas extremas, sin aire acondicionado, sin una ventilación adecuada y sin ninguna protección eficaz frente a un calor de esta naturaleza.
Desde hace años persiste la leyenda de que no es posible instalar aire acondicionado en el Festspielhaus de Bayreuth porque ello alteraría su acústica.
Sencillamente, no me lo creo.
Alemania cuenta con millones de ingenieros altamente cualificados, capaces de diseñar algunos de los logros técnicos más asombrosos imaginables, ¿y resulta que instalar un sistema de climatización en un teatro de ópera es imposible? Mientras tanto, teatros de ópera de todo el mundo disponen de aire acondicionado sin que por ello sus acústicas se hayan visto comprometidas.
En la era del cambio climático, la instalación inmediata de un sistema de climatización en el Festspielhaus de Bayreuth ya no es una cuestión de comodidad, sino de necesidad.
Las condiciones durante el Parsifal de ayer eran sencillamente inaceptables. Y afectan no solo al público, sino igualmente a los músicos del foso y a los cantantes sobre el escenario.
Ya no tiene sentido mantener un debate serio acerca de si la climatización podría influir en la acústica. Aquí estamos hablando de la salud de las personas. Resulta difícil comprender cómo, en un país como Alemania —donde las más altas autoridades políticas y culturales asisten a la inauguración del Festival— nadie haya dado todavía el paso evidente de prohibir las representaciones en semejantes condiciones. Un teatro incapaz de garantizar una climatización adecuada con estas temperaturas no debería estar autorizado a ofrecer funciones.
Ya no vivimos en el siglo XIX. Nadie que acuda a un teatro simplemente para escuchar música debería verse obligado a hacerlo en condiciones que solo pueden calificarse de inhumanas.
Pero vayamos ahora a Parsifal.
Parsifal es el gran monumento cristiano de Wagner, tradicionalmente asociado al Viernes Santo y, al mismo tiempo, su testamento artístico, su última ópera y quizá el legado musical más profundo que nos dejó. Es una de sus obras más innovadoras y no puede comprenderse verdaderamente sin la revolución musical de Tristán e Isolda. Parsifal es el digno heredero de Tristán; juntas, ambas obras constituyen probablemente las creaciones más densas, complejas y exigentes de Wagner para el público general.
Ayer la obra regresó una vez más a Bayreuth en la producción que el público ha conocido durante los últimos años y que se presentó por última vez en la temporada del 150.º aniversario del Festival.
Se trata de un Parsifal de gran riqueza visual, aunque muchos espectadores pueden encontrar profundamente perturbador el primer acto, especialmente cuando la herida de Amfortas es proyectada en un gigantesco primer plano, provocando la sensación de encontrarse menos en un teatro de ópera que en un quirófano. A lo largo de los años, estas imágenes han provocado desmayos y otras reacciones físicas entre algunos espectadores.
La producción es, sin duda, interesante. Sin embargo, tiene relativamente poco que ver con el texto de Wagner. Por ello, lo más gratificante que puede hacerse en determinados momentos es simplemente cerrar los ojos y abandonarse por completo a la extraordinaria música de Parsifal, saliendo después del Festspielhaus casi como si uno hubiera recibido la bendición de la música celestial de los Caballeros del Santo Grial.
Pablo Heras-Casado dirigió la representación de ayer con perseverancia, delicadeza y energía, demostrando un sólido sentido del tempo durante toda la velada. Trató la partitura de Wagner con enorme cuidado, casi con ternura. Sin embargo, su interpretación no llegó a alcanzar la profundidad espiritual última de esta obra. Para ello se requiere una comprensión extraordinariamente profunda de lo que el texto significa realmente y de lo que Wagner nos está diciendo en cada instante. En Parsifal, esa comprensión es absolutamente esencial.
No fue un Parsifal para la historia.
Pero sí fue un muy buen Parsifal.
Michael Volle, que apenas la noche anterior había interpretado a Wotan, apareció con una energía asombrosa y una fuerza vocal extraordinaria. Lo que este cantante ha logrado en apenas unos días en Bayreuth desafía casi cualquier criterio habitual de valoración. Pertenece ya a esa rara categoría para la que apenas existe una denominación adecuada: la de los dioses del canto. Michael Volle es, sencillamente, un milagro musical.
A su lado estuvo Georg Zeppenfeld como Gurnemanz, otro gigante tanto del escenario como de la voz. Nos ofreció un Gurnemanz excepcional, distinguido por su inconfundible timbre, su magnífica dicción, su absoluto dominio del fraseo y una respiración extraordinaria. Con Zeppenfeld, cada frase no solo se canta: se piensa.
Andreas Schager confirmó igualmente la magnífica impresión que ha dejado durante todo el Festival de este año. Parece poseer reservas inagotables de energía y potencia vocal, proyectando su inmensa voz con absoluta facilidad a través de la singular acústica del Festspielhaus. Lo más notable, sin embargo, fue la inesperada delicadeza que alcanzó su Parsifal en numerosos momentos. Si uno consigue olvidar por un instante la monumentalidad de su instrumento, descubre en Schager a un cantante capaz de una refinación sorprendente y de matices de extraordinaria delicadeza.
El Klingsor de Jordan Shanahan fue excelente: flexible, sonoro y brillante. Miina-Liisa Värelä —o, mejor dicho, la soprano que debutaba ayer en el papel— creó una Kundry magnífica, alcanzando varios momentos de enorme intensidad emocional.
Vitalij Kowaljow ofreció un Titurel de gran categoría. Merece asimismo una mención especial Daniel Jenz, cuya voz causó una impresión verdaderamente sobrecogedora, así como Natalia Skrycka, que volvió a convencer plenamente.
Especialmente destacable fue el conjunto de las Doncellas Flor de Klingsor en el segundo acto —Evelin Novak, Katharina Konradi, Natalia Skrycka, Victoria Randem, Lavinia Dames y Marie Henriette Reinhold—, que ofrecieron un segundo acto de altísimo nivel vocal y proporcionaron uno de los mayores placeres de la velada.
Con ello nos despedimos de un Parsifal que, desde el primer momento, fue objeto de controversia, pero que al mismo tiempo abrió nuevos caminos en el debate sobre la puesta en escena wagneriana contemporánea. Se trataba de una producción concebida originalmente en torno al uso intensivo de gafas de realidad virtual, un elemento central de su concepto que este año, por razones nunca explicadas, ha desaparecido.
Ayer dijimos adiós a esta producción con una representación musicalmente brillante: una velada de excepcional calidad, inmensa energía y numerosos momentos vocales extraordinarios que, sin embargo, se quedó apenas a las puertas de alcanzar esa profundidad última y abismal que convierte a Parsifal en uno de los monumentos más enigmáticos de la historia de la música.
Dr. Eloi de Tera
Director de Lohengrin Magazine




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