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Holländer ohne See – Ein musikalischer Triumph in Bayreuth

  • Dr. Eloi de Tera
  • hace 1 día
  • 11 min de lectura

Der Fliegende Holländer, Richard Wagner

Bayreuther Festspiele

Mittwoch, 29. Juli 2026


Besetzung

Musikalische Leitung: Oksana Lyniv

Regie: Dmitri Tcherniakov

Bühne: Dmitri Tcherniakov

Kostüm: Elena Zaytseva

Licht: Gleb Filshtinsky

Dramaturgie: Tatiana Werestchagina

Chorleitung: Thomas Eitler-de Lint


Stimmen: Mika Kares, Elisabeth Teige, Benjamin Bruns, Nadine Weissmann, Kieran Carrel, Nicholas Brownlee




An einem ringfreien Tag der Bayreuther Festspiele kehrte heute Der fliegende Holländer in jener Inszenierung von Dmitri Tcherniakov zurück, die bereits in früheren Spielzeiten zu erleben war. Ihr zentrales Paradox liegt ausgerechnet im Fehlen jenes Elements, das Wagners Fantasie einst entfachte: des Meeres. Die Erinnerung an die stürmische Überfahrt des Komponisten auf seiner Flucht über England, aus der die Vision des verfluchten Seefahrers erwuchs, bleibt hier lediglich als Echo präsent. Statt Wellen, Schiff und unbändiger Naturgewalt entfaltet sich das Geschehen in einem schlichten, nordisch anmutenden Dorf. Das Ergebnis ist ein intimer, symbolisch verdichteter Holländer von großer visueller Kraft, reich an Farbe und sorgfältig komponierten Bildern. Als eigenständige Lesart überzeugt die Produktion durchaus – als Verkörperung von Wagners maritimem Mythos hingegen bleibt sie für mich letztlich zu weit von dessen ursprünglicher poetischer Welt entfernt. Mit ihrer außergewöhnlichen Farb- und Lichtdramaturgie erinnert die Inszenierung in manchen Momenten an die Gemälde Edward Hoppers.


War gestern mit Die Walküre unter der Leitung von Christian Thielemann eine musikalische Sternstunde zu erleben, so entfaltete sich heute unter Oksana Lyniv eine nicht minder überwältigende Klanglandschaft. Die ukrainische Dirigentin, deren Name seit Jahren auf den großen Opernbühnen – insbesondere im italienischen Fach – höchste Anerkennung genießt, stellte sich nun erneut einem der monumentalen Werke Richard Wagners und präsentierte eine Interpretation von außergewöhnlicher Intensität.

Der Beginn geriet atemberaubend schnell, beinahe überstürzt. Erst im Verlauf der zweieinhalb Stunden fand die Aufführung zu einem ruhigeren Atem, ohne je ihre innere Spannung einzubüßen. Manche Tempi wirkten zunächst an der Grenze des Vertretbaren, doch das Bayreuther Festspielorchester verwandelte diese Herausforderung in eine Demonstration höchster musikalischer Souveränität. Jeder Leitgedanke erhielt seine eigene Farbigkeit, jede orchestrale Schicht blieb transparent, jede dynamische Entwicklung organisch nachvollziehbar. Wieder entstand jener unverwechselbare Bayreuther Klang, als verschmölzen sämtliche Instrumente zu einem einzigen atmenden Organismus – monumental, leuchtend und von beeindruckender Reinheit.


Lynivs Deutung zeichnete sich nicht in jedem Moment durch völlige Ausgewogenheit der Temporelationen aus; gerade darin lag jedoch ihre Unmittelbarkeit. Sie suchte nicht die museale Perfektion, sondern dramatische Wahrhaftigkeit. Das Ergebnis war eine leidenschaftliche, hell strahlende Lesart, die den Spannungsbogen bis zum Schluss mit unverminderter Intensität aufrechterhielt.


Dass dieser Abend zu einem außergewöhnlichen Ereignis wurde, verdankte sich jedoch nicht allein dem Orchester, sondern ebenso einem Ensemble, das nahezu Idealbesetzung beanspruchen darf.


Nicholas Brownlee hat sich die Titelpartie in den vergangenen Jahren kontinuierlich erarbeitet – vom Holländer in Valencia über weitere Wagnerrollen bis hin zu Wotan in München. Was heute im Festspielhaus zu erleben war, markiert einen neuen Höhepunkt seiner Entwicklung. Sein Holländer besitzt eine seltene Verbindung aus vokaler Autorität und psychologischer Tiefe. Bereits mit dem ersten Einsatz erfüllte seine Stimme den Raum mit nahezu physischer Präsenz. Dunkel grundiert, von beeindruckender Tragfähigkeit und dramatischer Glut getragen, ließ sie den hölzernen Zuschauerraum förmlich mitschwingen. Selbst in der finalen Selbstoffenbarung – „Ich bin der fliegende Holländer“ – blieb die Stimme makellos fokussiert und von ungebrochener Kraft. Brownlee gestaltet die Figur inzwischen mit einer Reife, die ihn gegenwärtig zum wohl überzeugendsten Interpreten dieser Partie macht.


Nicht minder überwältigend gestaltete Elisabeth Teige ihre Senta – jene Rolle, mit der sie sich schon früh einen Namen machte, bevor sie sich den noch anspruchsvolleren Wagner-Heroinen wie Isolde zuwandte. Die Rückkehr zu ihrer Paraderolle offenbart heute eine Künstlerin von bemerkenswerter Reife. Ihre Stimme verbindet jugendliche Frische mit edlem Glanz, großer Linienführung und einer berührenden emotionalen Wahrhaftigkeit. Jede Phrase war von leuchtender Intensität getragen, jede Steigerung von imponierender Sicherheit. Mit ihrer außergewöhnlichen Projektion behauptete sie sich mühelos gegen das mächtige Orchester und erfüllte das Festspielhaus mit einer elektrisierenden Präsenz.


Für eine der größten Überraschungen des Abends sorgte Benjamin Bruns als Erik. Sein Vortrag verband lyrische Schönheit mit existenzieller Verzweiflung und erreichte eine Ausdruckstiefe, die ihresgleichen sucht. Die mühelose Klangentfaltung, die Eleganz der Linien und die natürliche Strahlkraft seiner Stimme machten seine Interpretation zu einer Sternstunde der Partie. Einen überzeugenderen Erik habe ich bislang kaum erlebt.

Mika Kares verlieh Daland sonoren Ernst, klangliche Tiefe und eindrucksvolle Autorität. Kieran Carrell begeisterte als Steuermann mit einem ungewöhnlich warmen, geschmeidigen Timbre, exzellenter Technik und einer bemerkenswerten Fähigkeit, seine Stimme selbst über den dichtesten Orchesterpassagen frei und mühelos leuchten zu lassen. Nadine Weissmann gestaltete Mary solide, ohne jedoch den gleichen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen wie ihre Kolleginnen und Kollegen.


Die Chöre der Bayreuther Festspiele unter der Einstudierung von Thomas Eitler-de Lint bestätigten einmal mehr ihren legendären Ruf. Homogenität, Präzision, klangliche Geschlossenheit und stilistische Souveränität verschmolzen zu einer Ensembleleistung von nahezu vollkommener Qualität.


So erwies sich dieser Fliegende Holländer trotz seiner bereits bekannten szenischen Gestalt als ein musikalisches Ereignis von außergewöhnlichem Rang. Was heute im Festspielhaus erklang, besaß jene seltene Intensität, die Aufführungen aus dem Bereich des Hervorragenden in den der Unvergesslichkeit erhebt. Es war ein Abend, der sich tief in das Gedächtnis derjenigen einprägen wird, die das Glück hatten, ihn miterleben zu dürfen – ein Holländer, der das Zeug hat, als historischer Bayreuther Moment in Erinnerung zu bleiben.


Dr. Eloi de Tera

Direktor des Lohengrin Magazines



Photos: Enrico Nawrath, Bayreuther Festpiele, 2026


A Dutchman Without Sea – A Musical Triumph in Bayreuth


The Flying Dutchman, Richard Wagner

Bayreuth Festival

Wednesday, 29 July 2026


Cast

Musical Director: Oksana Lyniv

Production: Dmitri Tcherniakov

Set Design: Dmitri Tcherniakov

Costumes: Elena Zaytseva

Lighting: Gleb Filshtinsky

Dramaturgy: Tatiana Werestchagina

Chorus Master: Thomas Eitler-de Lint

Voices: Mika Kares, Elisabeth Teige, Benjamin Bruns, Nadine Weissmann, Kieran Carrel, Nicholas Brownlee


On a Ring-free day at the Bayreuth Festival, The Flying Dutchman returned today in the production by Dimitri Tcherniakov already seen in previous seasons. Its central paradox lies precisely in the absence of the very element that originally ignited Wagner's imagination: the sea. The memory of the composer's storm-tossed voyage while fleeing across the English Channel—the experience that gave birth to the vision of the cursed sailor—remains here only as a distant echo. Instead of waves, ships, and the overwhelming force of nature, the drama unfolds in a simple Nordic village. The result is an intimate, symbolically condensed Dutchman of great visual power, rich in colour and meticulously composed imagery. As an independent reinterpretation, the production is undoubtedly convincing; as an embodiment of Wagner's maritime myth, however, it ultimately remains, for me, too distant from the composer's original poetic universe.

Through its extraordinary palette of colours and masterful use of light, the production evokes, at times, the paintings of Edward Hopper.


If yesterday's Die Walküre, under Christian Thielemann, offered one of those rare musical revelations, today's performance under Oksana Lyniv unfolded an equally overwhelming soundscape. The Ukrainian conductor, whose name has for years commanded the highest respect on the world's major opera stages—particularly in the Italian repertoire—once again turned to one of Wagner's monumental works and delivered an interpretation of extraordinary intensity.


The opening was breathtakingly fast, almost impetuous. Only over the course of the two-and-a-half-hour performance did the interpretation gradually settle into a broader musical breath, without ever losing its inner tension. At first, some tempi seemed to push the limits of plausibility, yet the Bayreuth Festival Orchestra transformed this challenge into a demonstration of supreme musical mastery. Every leitmotif acquired its own distinct colour, every orchestral layer remained transparent, and every dynamic progression unfolded with complete naturalness. Once again, that unmistakable Bayreuth sound emerged, as though every instrument merged into a single breathing organism—monumental, radiant, and astonishingly pure.


Lyniv's reading was not, at every moment, perfectly balanced in its tempo relationships; yet therein lay much of its immediacy. She sought not museum-like perfection, but dramatic truth. The result was a passionate, luminous interpretation that sustained its dramatic arc with unwavering intensity until the very end.


That this evening became such an exceptional event, however, was due not only to the orchestra but equally to a cast that could almost be described as ideal.


Over the past few years, Nicholas Brownlee has steadily grown into the title role—from The Flying Dutchman in Valencia to further Wagnerian roles, culminating in Wotan in Munich. What we witnessed tonight at the Festspielhaus marks a new summit in his artistic development. His Dutchman unites rare vocal authority with profound psychological depth. From his very first entrance, his voice filled the theatre with an almost physical presence. Darkly coloured, remarkably resonant, and infused with dramatic fire, it seemed literally to set the wooden auditorium vibrating. Even in the final revelation—"I am the Flying Dutchman"—the voice remained flawlessly focused and undiminished in power. Brownlee now portrays the character with a maturity that surely makes him the most compelling interpreter of the role today.


Equally overwhelming was Elisabeth Teige's portrayal of Senta, the role that first established her reputation before she moved on to even more demanding Wagnerian heroines such as Isolde. Returning to her signature role, she now reveals an artist of remarkable maturity. Her voice combines youthful freshness with noble brilliance, expansive phrasing, and deeply moving emotional sincerity. Every phrase glowed with radiant intensity, every climactic moment was delivered with complete assurance. Thanks to her extraordinary projection, she effortlessly soared above the mighty orchestra, filling the Festspielhaus with an electrifying presence.


One of the evening's greatest surprises came from Benjamin Bruns as Erik. His performance united lyrical beauty with existential despair, achieving a depth of expression rarely encountered. The effortless bloom of his voice, the elegance of his phrasing, and the natural radiance of his timbre transformed his interpretation into one of the finest performances of the role I have ever experienced. I can scarcely recall hearing a more convincing Erik.


Mika Kares endowed Daland with sonorous gravity, vocal depth, and commanding authority. Kieran Carrel, as the Steersman, delighted the audience with an unusually warm and supple timbre, impeccable technique, and the remarkable ability to let his voice shine freely even through the densest orchestral textures. Nadine Weissmann offered a solid Mary, although without leaving quite the same lasting impression as her colleagues.


The Bayreuth Festival Chorus, prepared by Thomas Eitler-de Lint, once again confirmed its legendary reputation. Homogeneity, precision, tonal cohesion, and stylistic assurance combined into an ensemble performance of near-perfect quality.

Thus, despite its already familiar staging, this Flying Dutchman proved to be a musical event of exceptional distinction. What resounded tonight within the Festspielhaus possessed that rare intensity which elevates a performance from excellence to true memorability. It was an evening destined to remain deeply engraved in the memory of those fortunate enough to witness it—a Flying Dutchman with every quality required to be remembered as one of Bayreuth's historic performances.


Dr. Eloi de Tera

Director of Lohengrin Magazine




El holandés errante sin mar: un triunfo musical en Bayreuth


El holandés errante, Richard Wagner
Festival de Bayreuth
Miércoles, 29 de julio de 2026

Reparto

Dirección musical: Oksana Lyniv

Dirección escénica: Dmitri Tcherniakov

Escenografía: Dmitri Tcherniakov

Vestuario: Elena Zaytseva

Iluminación: Gleb Filshtinsky

Dramaturgia: Tatiana Werestchagina

Dirección del coro: Thomas Eitler-de Lint

Voces: Mika Kares, Elisabeth Teige, Benjamin Bruns, Nadine Weissmann, Kieran Carrel, Nicholas Brownlee


En una jornada libre del Anillo dentro del Festival de Bayreuth, regresó hoy El holandés errante en la producción de Dimitri Tcherniakov que ya pudo verse en temporadas anteriores. Su gran paradoja reside precisamente en la ausencia del elemento que un día despertó la imaginación de Wagner: el mar. El recuerdo de la tormentosa travesía del compositor durante su huida por el Canal de la Mancha, de la que nació la visión del marinero maldito, permanece aquí únicamente como un eco lejano. En lugar de las olas, el barco y la fuerza indómita de la naturaleza, la acción se desarrolla en un sencillo pueblo de aire nórdico. El resultado es un Holandés íntimo, simbólicamente condensado, de enorme fuerza visual, rico en color y cuidadosamente construido desde el punto de vista plástico. Como lectura independiente, la producción resulta plenamente convincente; como encarnación del mito marítimo concebido por Wagner, sin embargo, permanece, a mi juicio, demasiado alejada de su universo poético original.

Con su extraordinario uso del color y de la luz, la producción evoca por momentos los cuadros de Edward Hopper.


Si ayer La valquiria, bajo la dirección de Christian Thielemann, ofreció uno de esos momentos musicales irrepetibles, hoy, con Oksana Lyniv al frente, se desplegó un paisaje sonoro no menos sobrecogedor. La directora ucraniana, cuyo nombre goza desde hace años del máximo prestigio en los grandes teatros de ópera del mundo —especialmente en el repertorio italiano—, volvió a enfrentarse a una de las grandes partituras de Richard Wagner y presentó una interpretación de extraordinaria intensidad.

El comienzo fue vertiginosamente rápido, casi impetuoso. Solo a lo largo de las dos horas y media de representación la interpretación encontró una respiración más amplia, sin perder jamás su tensión interna. Algunos tempi parecían, al principio, rozar el límite de lo posible, pero la Orquesta del Festival de Bayreuth convirtió ese desafío en una demostración de absoluta soberanía musical. Cada leitmotiv adquirió su propio color, cada plano orquestal permaneció transparente y cada desarrollo dinámico resultó perfectamente orgánico. Una vez más surgió ese sonido inconfundible de Bayreuth, como si todos los instrumentos se fundieran en un único organismo respirante: monumental, luminoso y de una pureza extraordinaria.


La lectura de Lyniv no se caracterizó en todo momento por un equilibrio absoluto entre los tempi; precisamente ahí residía buena parte de su inmediatez. No buscó una perfección museística, sino la verdad dramática. El resultado fue una interpretación apasionada, luminosa y llena de vida, capaz de mantener intacta la tensión hasta el último compás.


Pero que esta velada se convirtiera en un acontecimiento extraordinario no fue mérito exclusivo de la orquesta. También lo fue de un reparto que bien podría calificarse de ideal.


Nicholas Brownlee ha construido el personaje del Holandés de forma constante durante los últimos años, desde sus primeras interpretaciones en Valencia hasta otros papeles wagnerianos y, más recientemente, Wotan en Múnich. Lo vivido hoy en el Festspielhaus marca un nuevo punto culminante en su evolución artística. Su Holandés reúne una rara combinación de autoridad vocal y profundidad psicológica. Desde su primera intervención, su voz llenó el teatro con una presencia casi física. Oscura, de extraordinaria proyección y cargada de ardor dramático, parecía hacer vibrar la propia madera de la sala. Incluso en la gran revelación final —«Yo soy el holandés errante»— la voz permaneció perfectamente enfocada y sin perder un ápice de fuerza. Brownlee interpreta ya el personaje con una madurez que lo convierte, probablemente, en el mejor Holandés de la actualidad.


No menos impresionante fue la Senta de Elisabeth Teige, el papel con el que comenzó a forjar su prestigio antes de afrontar heroínas wagnerianas aún más exigentes como Isolda. Su regreso a este personaje revela hoy a una artista de extraordinaria madurez. Su voz combina frescura juvenil con un brillo noble, una gran amplitud de fraseo y una conmovedora sinceridad expresiva. Cada frase irradiaba intensidad, cada clímax estaba construido con absoluta seguridad. Gracias a una proyección excepcional, se impuso sin esfuerzo sobre la poderosa masa orquestal y llenó el Festspielhaus de una presencia verdaderamente electrizante.


Una de las mayores sorpresas de la noche llegó de la mano de Benjamin Bruns como Erik. Su interpretación unió belleza lírica y desesperación existencial con una profundidad expresiva difícilmente superable. La facilidad con la que proyectó la voz, la elegancia de sus líneas y el brillo natural de su timbre hicieron de su actuación uno de los grandes momentos de la velada. Difícilmente recuerdo haber escuchado un Erik más convincente.


Mika Kares dotó a Daland de gravedad, profundidad sonora y una imponente autoridad vocal. Kieran Carrel, como el Timonel, cautivó con un timbre cálido y aterciopelado, una técnica impecable y una extraordinaria capacidad para hacer brillar su voz incluso sobre los pasajes orquestales más densos. Nadine Weissmann ofreció una Mary sólida, aunque sin dejar una huella tan profunda como la de sus compañeros.


El Coro del Festival de Bayreuth, preparado por Thomas Eitler-de Lint, volvió a confirmar su legendaria reputación. Homogeneidad, precisión, cohesión sonora y dominio estilístico se fundieron en una prestación coral cercana a la perfección.

Así, este Holandés errante, pese a presentar una puesta en escena ya conocida, terminó convirtiéndose en un acontecimiento musical de primerísimo nivel. Lo que hoy sonó en el Festspielhaus poseía esa rara intensidad que eleva una representación desde la excelencia hasta el territorio de lo inolvidable. Fue una noche destinada a permanecer grabada en la memoria de quienes tuvieron la fortuna de vivirla: un Holandés con todos los ingredientes para convertirse en uno de los grandes momentos de la historia reciente de Bayreuth.


Dr. Eloi de Tera

Director de la revista Lohengrin

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