Ein Dirigat, das Welten bewegen kann
Die Walküre, Bayreuth, 05.08.2026
Musikalische Leitung: Christian Thielemann, Kurator: Marcus Lobbes
Siegmund: Klaus Florian Vogt, Sieglinde: Elza van den Heever, Hunding: Mika Kares, Wotan: Michael Volle, Brünnhilde: Camilla Nylund, Fricka: Anna Kissjudit
Christian Thielemann hat sich an diesem Abend selbst übertroffen. Schon das Rheingold am Vortag war hervorragend, aber diese Walküre ging noch einmal darüber hinaus. Das war ein Dirigat, das Welten bewegen kann.
Thielemann dirigierte sehr zügig, ohne auch nur einen Moment gehetzt zu wirken. Gleichzeitig war er ungemein flexibel. Tempi konnten sich innerhalb kürzester Zeit verändern, die Dynamik ebenso, teilweise sogar innerhalb eines einzelnen Motivs. Trotzdem zerfiel nichts. Die großen Bögen blieben immer erhalten und die Spannung riss praktisch nie ab. Auch über die Akte hinweg nahm er das auf, womit er zuvir endete.
Besonders beeindruckend war erneut sein intelligenter Umgang mit den Leitmotiven. Einzelne Motive wurden herausgearbeitet, miteinander verbunden oder plötzlich in einer ganz anderen Farbe gezeigt. Dazu kamen unzählige Feinheiten aus dem Festspielorchester. Thielemann wusste genau, wann er etwas hervorholen und wann er es wieder im Gesamtklang verschwinden lassen musste.
Der erste Akt war dafür das beste Beispiel. Eigentlich sitzt man weit über eine Stunde im Festspielhaus, gefühlt waren es zehn Minuten. Irgendwann vergaß man alles um sich herum. Zeit spielte keine Rolle mehr, weil diese Musik einen vollkommen eingenommen hat. So überwältigend kann Wagner sein, wenn ein Dirigent die großen Bögen genauso ernst nimmt wie die kleinen Details.
Der Wotan unserer Zeit
Michael Volle ist der Wotan unserer Zeit. Schon im Rheingold war er herausragend, in der Walküre bekam seine Gestaltung noch einmal mehr Gravitas. Jeder Satz, jede Note war durchdacht und mit Leben gefüllt.
Dabei ist das eben kein gepresster Wotan und schon gar kein Schreihals. Volle kommt aus einer lyrischen, gesanglichen Basis heraus. Genau das macht seinen Wotan so besonders. Die Autorität entsteht nicht durch bloße Lautstärke, sondern aus der Stimme und der Gestaltung selbst. Gegen Ende schien seine Stamina langsam an ihre Grenzen zu kommen. Das ändert aber wenig an einem großen Abend und an einem Wotan, der Maßstab für vieles sein dürfte, was in den kommenden Jahren noch kommt.
Eine Brünnhilde, die man erlebt haben muss
Camilla Nylund war als Brünnhilde herausragend besetzt. Es gibt wohl kaum eine andere Sängerin in diesem Fach, die das Lyrische und das Hochdramatische auf diese Weise miteinander verbinden kann. Ihre Hojotoho-Rufe kamen kristallklar und mit einer Selbstverständlichkeit, die bei dieser Partie alles andere als selbstverständlich ist.
Die beste Szene des gesamten Abends war aber die Todesverkündigung. Wow, haben sich Nylund und Klaus Florian Vogt dort gegenseitig beflügelt. Plötzlich passte wirklich alles zusammen: die beiden Stimmen, der Text, Thielemanns Orchester und die Spannung der Szene. Wer Nylund als Brünnhilde in Bayreuth hören konnte, kann froh sein, sie einmal in dieser Rolle erlebt zu haben.
Besonders interessant war auch der Wandel ihrer Stimme vom zweiten zum dritten Akt. Im dritten Akt bekam sie eine silbrige Wärme, die ihrer Brünnhilde noch einmal eine völlig andere Farbe gab. Das Lyrische verschwand dabei nie, selbst wenn die Stimme hochdramatisch gefordert wurde.
Erneut: Was kann Klaus Florian Vogt eigentlich nicht singen?
Nur einen Abend nach seinem Loge stand Klaus Florian Vogt mit einer vollkommen anderen Tenorpartie auf der Bühne. Loge ist Charakterrolle, Siegmund eine tiefer liegende Tenorpartie. Und wie er geklungen hat!
Seine Stimme hat in den vergangenen Jahren enorm an Tiefgang gewonnen. Vogt ist mittlerweile wirklich zum Sängergestalter geworden. Da ist eine tiefe Wärme im Klang, und sowohl die Kränkung als auch die Liebe Siegmunds hört man unmittelbar in seiner Stimme. Besonders in der Todesverkündigung mit Nylund zeigte sich, was dieser Mann inzwischen imstande ist zu leisten. Nach dem Loge am Vorabend nun dieser Siegmund: unglaublich.
Eine Sieglinde, die nicht in diese Besetzung passt
Elza van den Heever war für mich dagegen eine Fehlbesetzung. Ihre Stimme ist für diese Sieglinde zu dick und passt klanglich nicht wirklich zu den Stimmen um sie herum. Dazu kam sehr viel Vibrato, und die gesangliche Linie ging immer wieder verloren. An einigen Stellen wurde eher geschrien als wirklich gesungen.
Das soll nicht heißen, dass diese Stimme grundsätzlich nicht ins Wagnerfach gehört. Im Gegenteil: Vielleicht wäre es interessant, van den Heever irgendwann einmal als Brünnhilde zu hören. Für Sieglinde funktionierte ihr stimmlicher Ansatz an diesem Abend für mich aber nicht.
Ein schwerer Hunding und eine starke Fricka
Mika Kares war ein toller, schwerer Hunding. Seine voluminöse, dunkle Stimme passte sehr gut zu dieser Rolle und gab der Figur sofort das nötige Gewicht. Gleichzeitig hörte man die Belastung der vergangenen Wochen inzwischen etwas in der Stimme. Eine Pause würde ihr vermutlich guttun. Grundsätzlich war das aber ein sehr überzeugender Hunding.
Anna Kissjudit war erneut eine tolle Fricka. Insbesondere die größere Dramatik der Walküren-Fricka liegt ihr sehr gut. Sie besitzt diese warme, voluminöse Stimme, die ohne große Mühe Autorität entwickelt. Gleichzeitig merkte man, wie sehr sie die Rolle wirklich lebt. Die Verachtung für Wotans Taten war nicht nur gespielt, sondern unmittelbar in ihrer Stimme zu hören. Auch die Textverständlichkeit war gegenüber dem Rheingold deutlich besser.
Die Walküren
Die acht Walküren waren größtenteils gut besetzt und funktionierten vor allem als Ensemble. Die Stimmen griffen gut ineinander und entwickelten gemeinsam die nötige Wucht. Dabei gab es einige sehr interessante und schöne Stimmen zu entdecken, allerdings auch einzelne, die in ihren solistischen Stellen weniger gut funktionierten. Im Gesamtklang ging die Besetzung aber auf.
Bitte dieses Niveau halten
Nach dem Rheingold war die Erwartung an den zweiten Abend bereits hoch. Die Walküre hat sie noch einmal übertroffen. Vor allem Christian Thielemann und das Festspielorchester machten daraus einen Abend, bei dem man irgendwann alles um sich herum vergessen konnte. Dieses Dirigat hatte große Bögen und enorme Spannung, blieb dabei aber flexibel und voller kleiner Details.
Dazu kam eine Sängerbesetzung, die mit wenigen Ausnahmen hervorragend funktionierte. Michael Volle bleibt der Wotan unserer Zeit, Camilla Nylund sang eine herausragende Brünnhilde und Klaus Florian Vogt zeigte nur einen Tag nach seinem Loge, wie unglaublich vielseitig seine Stimme inzwischen geworden ist. Die Todesverkündigung von Nylund und Vogt war für mich der Höhepunkt des gesamten Abends.
Wenn dieses Niveau auch in Siegfried und Götterdämmerung gehalten werden kann, dann hat Bayreuth musikalisch einen Ring, der dem 150-jährigen Jubiläum mehr als gerecht wird.
Veit Störmer, Deputy Director of Lohengrin Magazine


A conductor who can move worlds
Christian Thielemann outdid himself on this evening. Das Rheingold the previous night had already been outstanding, but this Walküre went one step further. This was conducting capable of moving worlds.
Thielemann chose very brisk tempi without ever sounding rushed. At the same time, he was extraordinarily flexible. Tempi could shift within moments, as could the dynamics, sometimes even within a single motif. Yet nothing ever fell apart. The great arcs were always maintained, and the tension hardly ever let up. Even across the acts, he picked up exactly where he had left off before.
Particularly impressive, once again, was his intelligent handling of the leitmotifs. Individual motifs were brought to the fore, connected with one another or suddenly presented in an entirely different colour. Added to this were countless subtleties from the Festival Orchestra. Thielemann knew exactly when to bring something out and when to let it disappear back into the overall sound.
The first act was the best example. In reality, you sit in the Festspielhaus for well over an hour; it felt like ten minutes. At some point, everything around you simply disappeared. Time no longer mattered because the music had completely taken over. This is how overwhelming Wagner can be when a conductor takes the great arcs just as seriously as the smallest details.
The Wotan of our time
Michael Volle is the Wotan of our time. He had already been outstanding in Das Rheingold, but in Die Walküre his interpretation gained even more gravitas. Every sentence, every note was carefully considered and filled with life.
This is not a forced Wotan, and certainly not a shouter. Volle approaches the role from a lyrical, truly sung foundation. That is precisely what makes his Wotan so special. His authority does not come from sheer volume, but from the voice and the interpretation itself. Towards the end, his stamina seemed to be reaching its limits. But that takes little away from a great evening and a Wotan who will surely be the benchmark for many of those still to come in the years ahead.
A Brünnhilde you have to experience
Camilla Nylund was outstanding as Brünnhilde. There is probably hardly another singer in this repertoire who can combine the lyrical and the highly dramatic in quite this way. Her “Hojotoho” calls were crystal clear and delivered with an ease that is anything but a given in this role.
The best scene of the entire evening, however, was the Todesverkündigung. Wow, how Nylund and Klaus Florian Vogt inspired one another there. Suddenly everything came together: the two voices, the text, Thielemann’s orchestra and the tension of the scene. Anyone who heard Nylund as Brünnhilde in Bayreuth can count themselves fortunate to have experienced her in the role.
Particularly interesting was the change in her voice from the second to the third act. In Act III, it acquired a silvery warmth that gave her Brünnhilde an entirely different colour. The lyrical quality never disappeared, even when the voice was pushed into highly dramatic territory.
Once again: What can Klaus Florian Vogt actually not sing?
Only one evening after his Loge, Klaus Florian Vogt appeared in a completely different tenor role. Loge is a character role; Siegmund lies considerably lower. And what a sound he made!
His voice has gained enormous depth in recent years. Vogt has truly become a singer who shapes a character through the voice. There is a deep warmth to his sound, and you can hear both Siegmund’s hurt and his love directly in the voice. The Todesverkündigung with Nylund showed particularly clearly what this man is now capable of. After Loge the night before, now this Siegmund: incredible.
A Sieglinde who does not fit this cast
Elza van den Heever, by contrast, was a miscast for me. Her voice is too heavy for this Sieglinde and does not really fit the voices around her. There was also a great deal of vibrato, and the vocal line repeatedly got lost. At certain points, it felt more like shouting than singing.
That does not mean her voice has no place in Wagner. Quite the opposite: it might be interesting to hear van den Heever attempt Brünnhilde one day. But for Sieglinde, her vocal approach did not work for me on this evening.
A heavy Hunding and a strong Fricka
Mika Kares was a fine, weighty Hunding. His voluminous, dark voice suited the role very well and immediately gave the character the necessary weight. At the same time, the strain of the past few weeks could now be heard somewhat in the voice. A break would probably do it some good. Fundamentally, though, this was a very convincing Hunding.
Anna Kissjudit was once again a terrific Fricka. The greater dramatic demands of the Walküre Fricka suit her particularly well. She has this warm, voluminous voice that develops authority without any great effort. At the same time, you could sense how completely she inhabited the role. Her contempt for Wotan’s actions was not merely acted; it could be heard directly in the voice. The text was also considerably easier to understand than in Das Rheingold.
The Valkyries
The eight Valkyries were for the most part well cast and worked particularly well as an ensemble. The voices blended effectively and together developed the necessary force. There were several very interesting and beautiful individual voices to discover, although a few worked less well in their solo passages. As an ensemble, however, the casting came together successfully.
Please keep up this level
After Das Rheingold, expectations for the second evening were already high. Die Walküre surpassed them once again. Christian Thielemann and the Festival Orchestra above all turned this into an evening during which, at some point, you simply forgot everything around you. This conducting had great arcs and enormous tension, yet remained flexible and full of small details.
The cast, with only a few exceptions, was equally impressive. Michael Volle remains the Wotan of our time, Camilla Nylund sang an outstanding Brünnhilde, and Klaus Florian Vogt showed, only one day after his Loge, just how incredibly versatile his voice has become. Nylund and Vogt’s Todesverkündigung was, for me, the highlight of the entire evening.
If this level can be maintained in Siegfried and Götterdämmerung, Bayreuth will have a Ring that is musically more than worthy of its 150th anniversary.
Veit Störmer, Deputy Director of Lohengrin Magazine


Un director capaz de mover mundos
Christian Thielemann se superó a sí mismo esta noche. El Rheingold del día anterior ya había sido extraordinario, pero esta Walküre fue todavía un paso más allá. Fue una dirección capaz de mover mundos.
Thielemann dirigió con tempi muy rápidos, pero sin dar ni por un instante la sensación de precipitación. Al mismo tiempo, fue extraordinariamente flexible. Los tempi podían cambiar en cuestión de segundos, al igual que la dinámica, a veces incluso dentro de un mismo motivo. Y, aun así, nada se desmoronaba. Los grandes arcos se mantuvieron siempre y la tensión prácticamente nunca se rompió. Incluso entre los distintos actos retomaba exactamente aquello con lo que había terminado anteriormente.
Una vez más, resultó especialmente impresionante su inteligente manejo de los leitmotivs. Algunos motivos aparecían destacados, se relacionaban entre sí o de pronto adquirían un color completamente distinto. A ello se sumaron innumerables detalles de la Orquesta del Festival. Thielemann sabía exactamente cuándo sacar algo a la superficie y cuándo volver a integrarlo en el sonido general.
El primer acto fue el mejor ejemplo. En realidad, uno pasa bastante más de una hora sentado en el Festspielhaus; parecieron diez minutos. En algún momento, todo lo que ocurría alrededor dejó de existir. El tiempo ya no importaba porque la música lo había ocupado todo. Así de abrumador puede ser Wagner cuando un director se toma los grandes arcos tan en serio como los pequeños detalles.
El Wotan de nuestro tiempo
Michael Volle es el Wotan de nuestro tiempo. Ya había estado extraordinario en Das Rheingold, pero en Die Walküre su interpretación adquirió todavía más gravitas. Cada frase, cada nota estaba pensada y llena de vida.
Este no es un Wotan forzado y, desde luego, tampoco uno que se limita a gritar. Volle parte de una base lírica y verdaderamente cantada. Eso es precisamente lo que hace tan especial a su Wotan. Su autoridad no nace simplemente del volumen, sino de la propia voz y de su manera de construir el personaje. Hacia el final pareció que su resistencia comenzaba a llegar al límite. Pero eso cambia muy poco la impresión de una gran noche y de un Wotan que probablemente será una referencia para muchos de los que vendrán en los próximos años.
Una Brünnhilde que hay que haber vivido
Camilla Nylund estuvo extraordinaria como Brünnhilde. Probablemente haya muy pocas cantantes en este repertorio capaces de unir de esta manera lo lírico y lo altamente dramático. Sus llamadas de “Hojotoho” fueron cristalinas y surgieron con una naturalidad que en este papel no tiene nada de natural.
Pero la mejor escena de toda la noche fue la Todesverkündigung. Wow, cómo se impulsaron mutuamente Nylund y Klaus Florian Vogt. De repente, todo encajó: las dos voces, el texto, la orquesta de Thielemann y la tensión de la escena. Quienes hayan podido escuchar a Nylund como Brünnhilde en Bayreuth pueden considerarse afortunados de haberla vivido alguna vez en este papel.
También fue especialmente interesante la transformación de su voz entre el segundo y el tercer acto. En el tercero adquirió una calidez plateada que dio a su Brünnhilde un color completamente diferente. Lo lírico nunca desapareció, ni siquiera cuando la voz tuvo que afrontar las exigencias más dramáticas.
De nuevo: ¿qué es lo que Klaus Florian Vogt no puede cantar?
Solo una noche después de su Loge, Klaus Florian Vogt apareció en un papel de tenor completamente diferente. Loge es un papel de carácter; Siegmund tiene una tesitura considerablemente más grave. ¡Y cómo sonó!
Su voz ha ganado una enorme profundidad durante los últimos años. Vogt se ha convertido realmente en un cantante que construye personajes con la voz. Hay una profunda calidez en su sonido, y tanto la herida interior como el amor de Siegmund se escuchan directamente en la voz. La Todesverkündigung con Nylund mostró especialmente bien de lo que este hombre es capaz actualmente. Después del Loge de la noche anterior, ahora este Siegmund: increíble.
Una Sieglinde que no encaja en este reparto
Elza van den Heever, en cambio, fue para mí un error de reparto. Su voz resulta demasiado pesada para esta Sieglinde y tímbricamente no termina de encajar con las voces que la rodean. Además, hubo mucho vibrato y la línea de canto se perdió en repetidas ocasiones. En algunos momentos hubo más grito que verdadero canto.
Eso no significa que esta voz no tenga cabida en Wagner. Al contrario: quizá sería interesante escuchar algún día a van den Heever como Brünnhilde. Pero como Sieglinde, su planteamiento vocal no funcionó para mí esta noche.
Un Hunding pesado y una Fricka fuerte
Mika Kares fue un excelente Hunding, pesado y oscuro. Su voz voluminosa y sombría encajó muy bien con el papel y dio inmediatamente al personaje el peso necesario. Al mismo tiempo, ya se percibía algo del desgaste de las últimas semanas. Probablemente un descanso le vendría bien a la voz. Aun así, fue un Hunding muy convincente.
Anna Kissjudit volvió a ser una excelente Fricka. Las mayores exigencias dramáticas de la Fricka de Die Walküre le sientan especialmente bien. Posee una voz cálida y voluminosa que adquiere autoridad sin necesidad de grandes esfuerzos. Al mismo tiempo, se percibía hasta qué punto vivía realmente el personaje. El desprecio hacia las acciones de Wotan no estaba simplemente interpretado: se escuchaba directamente en su voz. Además, el texto se entendió bastante mejor que en Das Rheingold.
Las valquirias
Las ocho valquirias estuvieron, en su mayoría, bien elegidas y funcionaron especialmente bien como conjunto. Las voces encajaron entre sí y juntas desarrollaron la fuerza necesaria. Hubo algunas voces individuales muy interesantes y bonitas, aunque también otras que funcionaron menos bien en sus intervenciones solistas. Como conjunto, sin embargo, el reparto funcionó.
Por favor, que mantengan este nivel
Después de Das Rheingold, las expectativas para la segunda noche ya eran altas. Die Walküre las superó de nuevo. Sobre todo Christian Thielemann y la Orquesta del Festival hicieron de esta una de esas noches en las que, en algún momento, uno se olvida de todo lo que tiene alrededor. Esta dirección tuvo grandes arcos y una enorme tensión, pero al mismo tiempo fue flexible y estuvo llena de pequeños detalles.
A ello se sumó un reparto que, con pocas excepciones, funcionó de manera extraordinaria. Michael Volle sigue siendo el Wotan de nuestro tiempo, Camilla Nylund cantó una Brünnhilde extraordinaria y Klaus Florian Vogt demostró, apenas un día después de su Loge, hasta qué punto se ha vuelto increíblemente versátil su voz. La Todesverkündigung de Nylund y Vogt fue, para mí, el punto culminante de toda la noche.
Si este nivel puede mantenerse también en Siegfried y Götterdämmerung, Bayreuth tendrá un Ring musicalmente más que digno de su 150.º aniversario.
Veit Störmer, Deputy Director of Lohengrin Magazine




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